… Und wir alle wissen, wie leicht wir uns mit den perfekten Bildern auf Pinterest und Instagram ablenken und abhalten lassen können …

Wie, du willst stehen beim Nähen?

Tja, ich bin 47 und erinnere mich noch an die Zeiten, in denen ich Menschen mit Ich hab Rücken belächelt habe. Sagen wir es mal so: Heute lache ich nicht mehr 😉

Als sich die Option für einen eigenen Raum auftat, wusste ich gleich, dass ich an meiner Nähmaschine stehen möchte. Der Mann konnte sich das so gar nicht vorstellen, aber ein paar Gespräche und Videos später hatte er dann eine tolle Idee für die Umsetzung.

Wir hatten noch unsere alte, massive Eßtischplatte und zwei halbe Ikea- Regale auf dem Dachboden. Von der Höhe her perfekt, die Tischplatte ist genau auf Höhe meiner Ellbogen, aber ich konnte mir das von der Stabilität her noch nicht so vorstellen. So eine Maschine wiegt und bewegt sich ja schließlich ganz schön.

Gleich verliebt war ich aber über den zusätzlichen Stauraum. So kann ich nun alle Nähutensilien tatächlich im Nähbereich aufbewahren, das finde ich super praktisch! Im vorderen Regal habe ich Zeitschriften, Bücher und meine Boxen für zugeschnittene Stoffreste, im hinteren Regal an der Wand Garn, Reißverschlüsse, Anleitungen und und und. Scheren, Cutter und Stifte finden Platz in den Bechern an der Wand neben der Maschine, Notizen zu den aktuellen Anleitungen etc. habe ich gleich auf der Pinnwand an meiner Seite.

Das Regal an der Wandseite haben wir direkt dort befestigt. Das vordere Regal hat der Mann auf der Rückseite mit einigen Brettern quer verstärkt. Dies bringt die Stabilität! Die Tischplatte hat er dann aufgeschraubt. Der Tisch ist wirklich sehr robust, nichts wackelt und ich habe alles griffbereit.

Sehr schön finde ich auch, dass ich nun keinen extra Zuschneideplatz mehr benötige. Wir haben das vordere Regel nicht direkt abschließend zur Tischkante, sondern mit etwa 10 cm Abstand befestigt. Durch diesen Vorsprung der Tischplatte kann ich hier am unteren Ende prima stehen, ohne dass die Füße unten an eine Kante stoßen und ich kann vor allem von allen Seiten auf der Schneidematte schneiden. Das ist super praktisch!

Gegenüber von meiner Nähmaschine ist ausreichend Platz für meinen Kaffee und um dort im Stehen per Hand zu nähen. Ich liebe es ja, von Hand zu quilten oder zu applizieren, und so kann ich dabei stehen und die Spatzen auf dem Balkon beobachten. Toll!

Die Regal stammen aus verschiedenen Zeiten und sind dementsprechend etwas unterschiedlich in der Farbe. Die Tischplatte ist voller Kratzer und durchgedrückten Schreibübungen der Kinder zu Grundschulzeiten. Aber für mich ist das genau der Charme, den ich mag.

Starte, bevor du bereit bist. Das habe ich dieses Jahr gelesen und es hat mich sofort angesprochen. Warum warten, bis das Budget für neue Möbel bereitsteht? Warum nicht auf dem Dachboden, im Bekanntenkreis oder auf Ebay- Kleinanzeigen nach kostenlosen oder günstigen Alternativen suchen? Es gibt immer einen Gedanken, der uns abhalten möchte. Und wir alle wissen, wie leicht wir uns mit all den perfekten Bildern auf Pinterest und Instagram ablenken können.

Starte, bevor du bereit bist. Ich finde das ist ein super Motto. Natürlich gewinne ich mit meinem Tisch keine 1000 Herzen und likes für Ästhetik, aber ich finde ihn super praktisch und genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Ich freu mich auf unsere gemeinsamen Stunden. Ein paar neue Produkte für den Etsy- Shop und ein Quillt plus Kissen für das Hotel Mama- Bett sind schon in Arbeit.

Erzähl doch mal: Gibt es etwas, das du schon länger gern starten würdest? Was hat dich bisher abgehalten? Und wie sieht dein Nähbereich aus?

Hab es nett,

Frauke

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